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Wellenkraftwerke

 

 

Hält man sich das Auf und Ab der Wellen vor Auge, dann erscheint es mehr als naheliegend, dabei gleich an Schwimmkörper zu denken die auf Zylinder einwirken.  Es braucht keinen Erfindergeist um dann an Stromgewinnung zu denken  indem man  mit so gewonnen Presswasser eine Peltonturbine oder eine Entsalzungsanlage antreibt. Als gelungens und  für die Zukunft vielversprechendes Projekt findet man im Internet das Kraftwerk Oyster.

Welche Kette von Fehlentscheidungen aufkommen,  sondern auch aus einer totalen Unkenntnis im Umgang mit Wasser, zeigen Konzerne wie E.ON oder auch Bosch Rexroth, wenn wir uns auf Deutschland beschränken. E.ON ist am Projekt Pelamis beteiligt, ein Wellenkraftwerk das an eine Seeschlange erinnert. Das Internet gibt Auskunft. Dieses Kraftwerk dient ausschließlich der Stromgewinnung und, man kann es kaum glauben, die Übertragung der Wellenenergie durch Zylinder erfolgt mittels Ölhydraulik. Öl hat gerade für solche Projekte den enormen Nachteil, dass man es wegen seiner Dickflüssigkeit nicht von den Enden der Seeschlange über lange Strecken zentral zusammenführen kann. So ist man gezwungen, in jeden einzelnen Schwimmkörper gleich nahe den Zylindergruppen die Stromerzeugungseinheiten zu installieren. Also viele kleine Generatoren statt einem einzigen Großen. Gerade so, als würde man bei Windkraftanlagen von den Großrotoren Abschied nehmen und auf viele kleine setzen.

Im Bild ein Seeschlangenkraftwerk alla Pelamis jedoch nach unserem Konzept mit einer einzigen Stromerzeugungsmaschine im mittleren Schwimmkörper.

Damit sind wir mit den Nachteilen der Ölhydraulik nicht am Ende: Bekannt ist , dass die weitaus preiswerteste und effizienteste Generatormaschine die Peltonturbine ist, und Peltonturbinen funktionieren schon mal nur mit Wasser. Peltonturbinen haben nicht nur einen sehr hohen Wirkungsgrad, sondern lassen sich sehr einfach regeln und sind zur Gänze unempfindlich wenn der Wasserstrahl ruckartig kommt, so wie es bei Zylindern der Fall ist. Ölhydraulische Motoren haben einen schlechteren Wirkungsgrad und brauchen einen gleichmäßigen Durchfluss und um dies zu bekommen, pressen die Zylinder das Öl zuerst in einem Speicher. Ölhydraulische Motoren lassen sich im Gegensatz zur Peltonturbine nicht in der Drehzahl regeln. Es sei denn, es sind Verstellmotoren, die eine Menge kosten, und so bedarf es eines Frequenzwandlers nach dem Generator.

Während Pelamis eine Wellenkraftanlage ist, die auch gebaut wurde, beschränkt sich Bosch Rexroth auf Visionen. Unter dem Suchbergriff "Bosch Rexroth Wellenkraftwerke" wird man fündig. Weil über den Text zum Innenleben dieser Anlage wenig zu erfahren ist, wollen wir die Zeichnung interpretieren. In der Mitte der Zeichnung sieht man einen Zylinder der ein Fluidum zuerst in einen Speicher, auch Akkumulator genannt, pumpt. Von dort gelangt es dann zu einem stufenlosen Hydraulikmotor , der einen Generator antreibt. Jeder einzelne Schwimmkörper ist Träger einer Umwandlungseinheit und Unterseekabel leiten den Strom zu einer Zentrale. So jedenfalls interpretieren wir die Grafik. Genauere Auskunft bitte selbst bei Bosch Rexroth AG einholen.

Versprechungen die nicht gehalten werden.

Wer Maschinen nur mit Ölhydraulik im Verkaufsprogramm hat,  wird immer genug  Argumente finden, um glaubhaft zu machen, dass Ölverluste nicht vorkommen werden. Wenn Sie sich aber im Baugewerbe Maschinen älterer Bauart ansehen, Sie werden kaum eine finden, die nicht Öl verliert. Falls Sie diese  Aussage  als unberechtigten Angriff auf die Ölhydraulik sehen, laden wir Sie  ein, sich die Seite 323 des Jahrbuches 2006/2007 Nachwachsende Rohstoffe von C.A.R.M.E:N. an zusehen,  entstanden in Zusammenarbeit mit von IFAS. Wenn Sie selbst www. hinzufügen, zu finden unter:

ifas.rwth-aachen.de/Main/Veroeffentlichungen/Biooele in Hydraulikanlagen.pdf

 

Dort ist zu lesen: "Eine Langzeituntersuchung an einem Liebherr Baubagger komm bei 850 Liter Öl im System auf 43 Liter Leckageverlust pro 1.000 Betriebsstunden." Trotz dass Liebherr wohl zu den besten Baumaschinen der Welt gehört.

Nun zu den Wellenkraftwerken, schauen sie bitte (wir vermeiden die 3 w) unter:

nachhaltigkeit.org/200904171425/energie-kohlendioxid/interviews/auf-der-welle-zur-energie#comment-61

In diesem Bericht "Auf der Welle zur Energie" kommt der namhafteste Experte für Wellenkraftwerke, Herr Neumann zu Wort, und im Anhang antwortet er am 23.06.09 auf unser Kommentar zu unseren Gunsten wie wir es niemals erwartet hätten.

Wir zitieren nur einen Satz und laden Sie ein, den ganzen Bericht und alle Kommentare zu lesen.

Zitat: Aus meiner Sicht als "externer Beobachter" der meisten Technologien, so wie auch Pelamis, kann ich nur sagen dass Ölhydraulik tatsächlich keine Lösung ist, in der wir große Zukunftsfähigkeit sehen (Vor allem im Hinblick auf Tausende von Kraftwerken im Meer). Einige Konzepte benötigen sogar wesentlich mehr Öl als Pelamis. Auf unserem eigenen "Kreaftwerks-Fossil" auf Pico/Azoren haben wir sehr schmerzhafte Erfahrungen mit Hydrauliksystemen gemacht, die laut "Experten" zwar immer 100%-ig dicht sind aber dann eben doch immer Öl verlieren.

-------------------------- Ende des Zitates:

 

 

Unsere Vision eines Wellekraftwerkes

Wir nennen unsere Vision Wellenkraftwerk-Teppich:

 

 

Dank Klarwasserhydraulik können alle bisher durch Festhalten an die Ölhydraulik bedingten Gestaltungsgrenzen gesprengt werden. Wie Sie aus der Abbbildung erkennen können, beinhaltet unsere Vision eher kleine Schwimmkörper die immer Energie liefern, egal welche Wellengröße vorherrscht. Grün eingetragen sind die Wasserzylinder von einem Schwimmkörper zu dem Anderen, also frei schwebend über Wasser und nicht sichtbar auch unter Wasser. Der graue Block beinhaltet die Peltonturbine mit dem Generator, und das am Strand.  Wir erheben keinen Anspruch dass dieser Vorschlag die beste Lösung ist. Es soll nur gezeigt werden, dass die Klarwasserhydraulik Möglichkeiten bietet die mit Ölhydraulik niemals möglich sind. Weil man , wie eingangs gesagt, Öl wegen der Dickflüssigkeit nicht durch lange Leitungen bis an den Strand pressen kann.Mit Ölhydraulik müsste jeder Schwimmkörper seinen Generator haben mit all dem technischen Aufwand wie weiter zurück bei der Pelamis Seeschlange  beschrieben. Weiterhin können Zylinder mit Öl nicht einfach frei schwebend über oder unter Wasser betrieben werden.

 Wenn die Wellen eines Zunami kommen:

 Pelamis rühmt sich, dass es in der Lage ist, durch übertrieben große Wellen einfach durch zu tauchen. Den   dafür notwendigen kostruktiven Aufwand  wollen wir nicht kommentieren. Auch nicht, ob am Ende alle Versprechungen halten. So kommen wir wieder zu weiteren Vorteilen der Klarwasserhydraulik. Sollte sich unser Konzept gegenüber der ölhydraulischen Lobby durchsetzen und auch realisiert werden, dann geht das sicherlich nicht von Heute auf Morgen und in der Zwischenzeit wird es voraussichtlich weltweit Frühwarnsysteme gegenüber Monsterwellen geben. Unsere Lösung um solche Wellen schadlos zu überstehen: Wir lassen unsere Wellenkraftwerke einfach durch Fluten auf den Meeresboden absinken.