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Zeritifizerungsmoloch
Groß - und auch Mittelbetriebe haben fast ausnahmslos eine Erklärung zur Umwelt im Internet. Öffnen Sie die entsprechenden Seiten, springt regelrecht Gras aus dem Bildschirm. Peinlich sind die geklopften Sprüche wenn man das wahre Verhalten dieser Unternehmen kennt. Untermauert wird alles durch Zertifizierung, eine Wut, die inzwischen auch Kleinstbetriebe erfasst hat.
Dass wir in der allgemeinen Zertifizierungswut einen Moloch sehen, entspringt aus eigenen Erlebnissen: Als wir mit unseren Forstmaschinen noch auf Händlersuche waren, besuchten wir mit unseren wasserhydraulischen Holzspaltern in naiver Vorfreude umweltzertifizierte Händler. Das war wohl eine Fehleinschätzung. Wozu sollte ein Händler ökologische Produkte vermarkten wenn ihm der Zeritifizierer bereits das Umweltattestat verliehen hat das nun gut sichtbar im Schauraum hängt. Hydrauliköle sind für Motor- und Landmaschinehändler ein gutes Geschäft, da darf es natürlich nicht sein, dass jemand eine Maschine anbietet, die statt mit Öl mit Wasser funktioniert.
Es klingt unglaublich aber es hat sich zugetragen: Für Wälder gibt es natürlich auch Zertifizierungen. Zu den strengsten gehört PFC, dahinter steht auch Greenpeace und andere namhafte Umweltorganisationen. Für Forstmaschinen wird dort Bioöl verlangt. Was haben wir uns doch bemüht, dass, wenn nicht vorgeschrieben, unsere Klarwasserhydraulik zumindest empfohlen wird, zumal wir traumhafte Presse- und Prüfberichte bereits vorweisen konnten, dass Forstmaschinen mit Wasser nicht nur gut sondern sogar sehr gut funktionieren. All unser Bemühen war vergeblich. Eigentlich wäre es nur darum gegangen, in den Satzungen das Wort Klarwasserhydraulik ein zu fügen. Man weigerte sich. So verschwinden weiterhin in den Tropen Wälde, um Plantagen für Bioöl Platz zu machen, Bioöl das man nach dem Willen der Zertifizierungsvereine in die Maschinen kippen muss.
Allein in Deutschland haben wir verteilt auf einige Vereine über 3000 Umweltzertifizierer. Sieht man sich das Ausbildungsprogramm für die Zertifizierungsbefähigung an, dann kann man einen Schluss ziehen, der zu folgender Möglichkeit führt. Zum Beispiel läßt sich ein Unternehmen die Abwasserkläranlage zertifizieren. Hier wird nur darauf geachtet, dass die Anlage vorschriftsmäßig einem möglicherweise überholten Umweltstandard entspricht, aber nicht, ob möglicherweise Abwasser gar vermeidbar wäre und es so eine Kläranlage gar nicht braucht. In dieser Hinsicht Umweltzertifizierungen zu vergeben, fühlt sich niemand berufen.
Speziell geht es um die DIN EN ISO 14001 Norm die vor 10 Jahren seinen Anfang nahm. Wenn Sie unsere und auch andere Presseberichte, sowie unsere Seiten zur Geschichte der Wasserhydraulik lesen, und auch andere Quellen im Internet aufsuchen, dann dürfte berechtigt die Frage aufkommen, warum die gesamte Zunft der Zertifizierer und so auch die Organe der Zertifizierausbildung von der Wasserhydraulik nichts wissen wollen. Wir stellen, und das ist sicherlich keine Anmaßung, auf Grund genannter Tatsachen, die Glaubwürdigkeit der Deutschen Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ) in Frage, und hängen gleich die Frage an, was neben der Klarwasserhydraulik noch alles "vergessen" wird.
Weiterhin hat bisher noch kein einziger Zertifizierer je einem produzierenden Unternehmen empfohlen, statt Ölhydraulik die Klarwasserhydraulik zu verwenden. Ist auch verständlich. Eine ölhydraulische Anlage mit all den vorschriftsmäßigen Auflagen und Havarievorkehrungen verlangt einen hohen Aufwand an Bürokratie , die am Ende auch bezahlt werden muss, und daran verdienen auch die Zertifizierer. Durch Klarwasserhydraulik würde dieses Einkommen entfallen.
Von Wegen Zertifizierung: Weiterhin darf man nicht vergessen, dass es top Zertifizierungen auf faule Papiere bereits bankotter Bankinstitute waren, die dann zum Auslöser der Finanzkrise führten. Nach unserem Wissen wurde bisher niemand belangt der für diese falschen Zertifizierungen verantwortlich war. Wahrscheinlich wird im gleichen Stil muter weiter zertifiziert.
Zur Hauptproblematik der gesamten Umweltzertifizierung für das produzierende Gewerbe: Zeritifiziert wird nur das Herstellungsverfahren aber nicht das Produkt selbst. Sie können heute Dioxin in Mengen produzieren, dass die ganze Welt dran verreckt, wenn Sie umweltfreundlich produzieren, dann bekommen Sie das Umweltzertifikat. So ist es ähnlich auch mit der Ölhydraulik. Niemanden interessiert, mit welcher Hydraulik Maschinen und Anlagen die Wekstore verlassen. Besuchen Sie einfach Mal eine Messe für Umwelttechnik. Die Maschinen sind zwar für die Umwelttechnik ausgelegt, aber selbst sind sie von einer umweltgerechten Technik weit entfernt.
Und diese Maschinen werden dann an Unternehmen oder Verwaltungen geliefert, die sich rühmen, umweltzertifiziert zu sein. Und all die Zertifizierer, die spielen schön mit.
