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Finanzkrise und was bringt die Zukunft?
Wenn eine Arbeitnehmerin, man kennt den Fall, wegen weniger einverleibter Essensreste, im konkreten Fall 6 Maultaschen, entlassen wurde, dann entscheiden Richter über die Rechtmäßigkeit der Entlassung. Geht es um die Entlassung von 1.000 Arbeitskräften, dann entscheidet, und das ist nicht unrealistisch, ein Bankbeamter. Der Unterschied beider Fälle: Ein Richter urteilt streng nach Gesetz über ein Ereignis der Vergangenheit. Der Bankbeamte hingegen urteilt über eine Vorschau in die Zukunft und das nur laut seinem Bauchgefühl, vorwiegend geleitet von den möglichen Folgen seiner Fehlentscheidung, die seine Kündigung bedeuten könnten.
Klartext: das Gericht hat Regeln, der Bankbeamte muss pokern, so wie jeder Mensch , ob in der Politik, oder in der Führungspitze eines Unternehmens, wenn wir uns auf diese Personenkreise beschräken.
Bisher war es für Entscheidungsträger ob aus Wirtschaft, Politik oder Finanzwesen bezüglich Zukunftfragen einfach. denn ihre Glaskugeln wiegten sie in Sicherheit, dass immer alles wie gewohnt und sogar mit Wachstum weiter gehen wird.
Seit der Finanzkrise sind zwar diese Glaskugen etwas trübe geworden, nur nicht die Selbstherrlichkeit und die Überzeugung, dass man wieder auf Zeiten wie 2007 zurückkommen wird.
So stellt man schon gar nicht die Frage, wie die Umwelt auf die Kriegserklärung der Industriegesellschaft antworten wird. Auch nicht ob und wann der Welt die Rohstoffe ausgehen könnten. Konkret wollen wir folgendes Beispiel nennen: Die Autobranche, Politik und Stromverteiler versprechen uns auch für weit entfernte Zukunft heile Welt und uneingeschränkte Mobilität dank Elektoautos , Mobilität die durch neue Verkehrsleitsysteme uneingeschränkt zunehmen kann. Solchen Lebenstil wollen natürlich auch Chinesen, Inder, Russen, Afrikaner und Lateinamerikaner, und nur zögerlich wir die Frage gestellt, ob das Lithium für alle Elektrofahrzeuge reicht. Zögerlich deshalb, denn es könnten ja, man hofft darauf, dass immer noch neue Vorkommen entdeckt werden. Das kann auch durchaus der Fall sein, denn um an Erdtiefen gebundene Rohstoffe zu gelangen kann man ja immer tiefer und tiefer graben, und die Meeresböden sind ja auch noch unerschlossen. So banal es klingen mag, der Run auf grenzenlose Mobilität für die weltumfassende Menschheit wird sicherlich an den Autoreifen scheitern. Autoreifen haben immer noch einen Anteil von c.a. 50 % Naturgummi, und dieser kommt von Plantagen. Nur sind Plantagen statt an Tiefen an Flächen gebunden die in Zukunft nur schwinden werden, und im Wettbewerb mit Flächen stehen, die die Menschheit dringend für Lebensmittel, Holz, Bioölen und Rohstoffe für die Pharmaindustrie und andere Industriezweige benötigt. Flächen auch für den Rohstoffabbau aus dem Boden, für Wohngebiete, für Fabrikhallen, Flugplätze, Autobahnen, und, Spaß gehört dazu, auch für Ferienorte. Dazu kommt noch, dass fruchtbare Ackerböden immer mehr durch falsche Bewirtschaftung unbrauchbar werden, heute bereits 20 %. Falsche Bewirtschaftung ist aber nur ein Teil der Bedrohung. Wasser wird fehlen, Überschwemmungen, Brände, Stürme werden zu nehmen, aber auch unbeliebte Erdbewohner wie Giftalgen und Giftquallen, und auch die Verseuchung durch kriminelle Entsorgung, Italien, das zur EU gehört, lässt in diesem Sinne grüßen.
Zur Zeit sind Kautschukbaum-Pantagen noch dazu von einem Pilz bedroht und das darf nicht verwundern, denn da Gummi kein Lebensmittel ist kennt der Chemieeinsatz kaum Grenzen und irgend wann dürften nicht nur die Bäume selbst, sondern das ganze Ökosystem so geschwächt sein, dass Probleme auf kommen denen selbst die stärkste chemische Keule nicht gewachsen ist. Wir verweisen hier auf den Fachbeitrag von Ziegeler in »Science« (Bd. 324, S. 1024) Sicherlich wird man daran arbeiten, das man mit Gentechnik alles in den Griff bekommt, und das könnte man Ende noch schlimmere Folgen haben.
