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Stuttgart 21
Die Diskussion über Stuttgart 21 wäre sicherlich andes ausgefallen, hätte jemand der Gegner von den Planern di Offenlegung der Bedarfsvisionen bis weit über 2050 verlangt. Ohne diese Vorstudie zu kennen, kann man davon ausgehen, dass die Planer von der Überzeugung ausgingen, dass das Wirtschaftswachstum auch bis 2050 ungebremst zunehmen wird.
Leider hat niemand diesbezügliche Fragen gestellt und noch einfacher wäre es für die Gegner gewesen, folgende Studie der Bundeswehr : http://www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2011/01/bundeswehr_studie_peak_oil.pdf als Argument ein zu bringen. Allerdings geht es bei dieser Studie um den Peak Oil und nicht um all die anderen Bedrohungen und Risiken denen die Menschheit ausgesetzt sein wird. Auch wenn diese Studie schon für sich dramatisch genug ist, beinhaltet sie nur den Bruchteil eines Bruchteiles all der Gefahren die einmal vom menschlichen Handel kommen könnten und dann von der Natur wie Zunamis, Einschlägen von Himmelskörpern, Seuchen, massive Sonnenstürme und so weiter.
Wie in Stuttgatr werden überallt die Fragen verdrängt, wie die Umwelt auf die Kriegserklärung der Industriegesellschaft antworten wird. Auch nicht ob und wann der Welt die Rohstoffe ausgehen könnten. Konkret wollen wir folgendes Beispiel nennen: Die Autobranche, Politik und Stromverteiler versprechen uns auch für weit entfernte Zukunft heile Welt und uneingeschränkte Mobilität dank Elektoautos , Mobilität die durch neue Verkehrsleitsysteme uneingeschränkt zunehmen kann. Solchen Lebenstil wollen natürlich auch Chinesen, Inder, Russen, Afrikaner und Lateinamerikaner, und nur zögerlich wir die Frage gestellt, ob das Lithium für alle Elektrofahrzeuge reicht. Zögerlich deshalb, denn es könnten ja, man hofft darauf, dass immer noch neue Vorkommen entdeckt werden. Das kann auch durchaus der Fall sein, denn um an Erdtiefen gebundene Rohstoffe zu gelangen kann man ja immer tiefer und tiefer graben, und die Meeresböden sind ja auch noch unerschlossen. So banal es klingen mag, der Run auf grenzenlose Mobilität für die weltumfassende Menschheit wird sicherlich an den Autoreifen scheitern. Autoreifen haben immer noch einen Anteil von c.a. 50 % Naturgummi, und dieser kommt von Plantagen. Nur sind Plantagen statt an Tiefen an Flächen gebunden die in Zukunft nur schwinden werden, und im Wettbewerb mit Flächen stehen, die die Menschheit dringend für Lebensmittel, Holz, Bioölen und Rohstoffe für die Pharmaindustrie und andere Industriezweige benötigt. Flächen auch für den Rohstoffabbau aus dem Boden, für Wohngebiete, für Fabrikhallen, Flugplätze, Autobahnen, und, Spaß gehört dazu, auch für Ferienorte. Dazu kommt noch, dass fruchtbare Ackerböden immer mehr durch falsche Bewirtschaftung unbrauchbar werden, heute bereits 20 %. Falsche Bewirtschaftung ist aber nur ein Teil der Bedrohung. Wasser wird fehlen, Überschwemmungen, Brände, Stürme werden zu nehmen, aber auch unbeliebte Erdbewohner wie Giftalgen und Giftquallen, und auch die Verseuchung durch kriminelle Entsorgung, Italien, das zur EU gehört, lässt in diesem Sinne grüßen.
Zur Zeit sind Kautschukbaum-Pantagen noch dazu von einem Pilz bedroht und das darf nicht verwundern, denn da Gummi kein Lebensmittel ist kennt der Chemieeinsatz kaum Grenzen und irgend wann dürften nicht nur die Bäume selbst, sondern das ganze Ökosystem so geschwächt sein, dass Probleme auf kommen denen selbst die stärkste chemische Keule nicht gewachsen ist. Wir verweisen hier auf den Fachbeitrag von Ziegeler in »Science« (Bd. 324, S. 1024) Sicherlich wird man daran arbeiten, das man mit Gentechnik alles in den Griff bekommt, und dass könnte man Ende noch schlimmere Folgen haben.
